Motorradfahrt nach Léhon

Einige Jahre wurde darüber gesprochen doch mal mit dem Motorrad nach Léhon zu fahren. Vom 22. bis zum 29.06.2013 war es dann soweit…  Ein Bericht von Georg Schmitz

Eno, Bertram und Georg trafen sich am Samstagmorgen vor dem Rathaus bzw. bei Eno zum Start.

Nachdem uns Eno noch einige Hinweise zum Fahren in der Gruppe mit auf den Weg gegeben hatte, stand der Abfahrt nichts mehr im Wege. Auf der erste Etappe begleiteten uns Rüdiger Braun und sein Schwiegersohn bis Arzviller zum Schiffshebewerk. Die 1. Übernachtung war in St. Dizier geplant.

Unsere Begleiter machten sich auf den Rückweg und wir fuhren von Arzviller dann weiter über Sarrebourg, Nancy und Toul bis zum 1. Etappenziel.

Am nächsten Morgen war der Himmel bewölkt und die Wettervorhersage war nicht wirklich gut. Nach dem Frühstück wurden die Mopeds gepackt und die Reise ging los. Noch nicht lange unterwegs begann es zu regnen und die Regenkombis kamen zum Einsatz. Über Troyes, Sens und Montargis führte uns der Weg ins Loiretal. Mal regnete es, mal schien die Sonne. An Orleans vorbei ging des dann zum Schloss Chambord. Wir hatten gerade geparkt, da ging ein kräftiger Regenschauer über das Gelände. Dank unserer Ausrüstung störte uns das aber nicht weiter.

Die restlichen Kilometer bis Blois, unserem 2. Übernachtungsziel waren schnell gefahren. Bei dem Hotel hätte man meinen können, hier hat sich seit Ludwig XIV kaum was verändert. Aber schön und urig war es.

Am Montag war das Wetter gut. Durchs Loiretal bis Tours, dann weiter über Laval und Fougeres erreichten wir am Nachmittag Léhon. Eine kleine Delegation hatte sich zu unserem Empfang versammelt. Darunter auch Dieter und Renate Ulbrich, die mit ihrem Wohnmobil Station in Léhon machten.

Motorradtour

Nach Quartierbezug waren wir zu der offiziellen Eröffnung der Ausstellung Partnerschaft Abstatt – Léhon eingeladen.

Motorrad2

Unsere Léhoner Freunde hatten aus Tausenden von Bildern eine Auswahl getroffen um die Aktivitäten in Erinnerung zu rufen. Es war erstaunlich, was in den letzten Jahren so alles passiert ist.

Anschließend waren wir bei Joelle Sorel zum Abendessen eingeladen und wir wurden fürstlich bewirtet.

Am nächsten Tag, bei bestem Wetter, stand eine Klosterbesichtigung und dann ein Highlight – die Fahrt mit einem kleinen Boot vor der bretonischen Küste in der Nähe der Île de Bréhat – auf dem Programm.

Motorrad1

Das Meer war ruhig und wir hatten eine beeindruckende Sicht auf die Küste und die kleinen, z. T. bewohnten Inseln. Das Anlegemanöver auf der Ile de Bréhat gestaltete sich schon etwas schwieriger, da die Ebbe einigen Anlegestellen das Wasser schon entzogen hatte. Aber auch das stellte für uns kein Hindernis dar.

Die Île war an diesem Tag besonders freundlich zu uns: Kein Wind, kein Regen, dafür Sonne satt. So machte das Picknick und die kleine Wanderung richtig Spaß. Zurück an Land fuhren wir an der Küste entlang und über Land zurück nach Léhon.

Beim gemeinsame Abendessen in Dinan war auch der Léhoner Bürgermeister Leo Carabeux mit dabei. In geselliger Runde und angenehmer Umgebung hatte man sich einiges zu erzählen und es wurde viel gelacht.

Am Mittwoch haben wir dann eine Küstentour gemacht. Über Dol de Bretagne, Cancale und St. Malo fuhren wir bis St. Cast. Joelle hatte uns erzählt, das dort am Nachmittag eine Gruppe von Leuten, zu der sie auch gehört, eine Meerwanderung machen. Wir wollten das sehen und haben es gesehen.

Am Abend hatte uns dann Leo Carabeux in Léhon zum Essen eingeladen. Auch dieses mal wurden wir wieder bestens bewirtet.

Donnerstag war dann der erste Rückreisetag. Nachdem wir uns bei den Gastgebern bedankt und verabschiedet hatten, trafen wir uns am Centre Leclerc. Die Tanks waren gefüllt und los gings Richtung Mt. St. Michel. Da wir diesen hinlänglich kannten, verzichtenten wir auf einen Stopp. Quer durch die Normandie bis Alencon, weiter nach Chartres (endlich konnte ich die Kathedrale mal aus der Nähe sehen) bis Melun südlich von Paris führte die Reise. Das Etappenziel war erreicht.

In der Nacht zum Freitag regnete es und morgens nach dem Frühstück haben wir zuerst die Mopeds trockengelegt. Das Wetter besserte sich nach Fahrtantritt aber zusehends. Über Chalons-sur-Marne ging es bis nach Verdun. Hier mussten wir einfach die Gelegenheit nutzen und besichtigten das Fort Douaumont. Es bleibt zu hoffen, dass so ein Wahnsinn nicht wiederholt wird.

In Rugy war unser letztes Übernachtungsquartier. Bei einem sehr guten Abendessen und einem Gläschen Wein ließen wir die Eindrücke nochmal Revue passieren. Wir waren uns einig, dass müssen wir unbedingt mal wiederholen.

Der Samstag war uns dann wettermäßig nicht so gut gesonnen, es nieselte. Über Saargemünd, Weissenburg, Karlsruhe und Bretten fuhren wir dann ohne größeren Aufenthalt nach Abstatt zurück.

Es war eine tolle Woche. Die Mopeds hatten 2.700 km mehr auf den Tachos. Es gab kein Stress – was will man mehr ?

Bei unseren Léhoner Gastgebern und Freunden möchten wir uns nochmals ganz herzlich bedanken. Dank auch an Bernd Petruschka, der mir bei der Vorbereitung die Unterlagen der früheren Rollertour überlassen hatte.