2003 – Jugendwoche in Léhon

Die erste Jugendwoche in unserer Partnergemeinde Léhon…

Seit längerer Zeit wurde bei den Sitzungen des Partnerschaftsvereins diskutiert, neben dem regelmäßigen Schüleraustausch, ein Alternativprogramm für Jugendliche im Alter von 14 – 17 Jahren anzubieten. Vom 24. – 30.08.2003 war es dann schließlich soweit, die ersten 7 Jugendlichen aus Abstatt und Happenbach machten sich, so zu sagen als Pioniere, auf den Weg und betraten Neuland.

Das beim 1. Mal nicht alles gleich rund laufen würde, hatten die Organisatoren eigentlich mit eingeplant. Aber lassen wir die Jugendlichen selbst zu Wort kommen und ihre Eindrücke schildern.

Erste Jugendwoche

 

1.Tag (Tag der Abfahrt) – Sonntag, den 24.08.03

An diesem Tag trafen wir uns um 7.15 Uhr an der Wildeckhalle. Da wir uns noch nicht so gut kannten, wussten wir noch nicht, wie die Woche aussehen würde, doch das änderte sich dann während der Fahrt.

Als Georg mit dem 9-Sitzer ankam und wir alles eingeladen hatten, verabschiedeten wir uns von unseren Eltern und fuhren um 7.40 Uhr los. Bald fingen wir auch an uns zu unterhalten und es wurde recht lustig. Plötzlich hielt Georg unerwartet auf einem kleinen Parkplatz an. Die Tankanzeige war von „fast voll“ auf „halbvoll“ umgesprungen. Wir befürchteten, dass der Tank auslief…..  Einige stiegen aus und sahen unter den Bus, doch da war nichts zu erkennen. Nach dem erneuten Anlassen des Busses war wieder alles in Ordnung. Trotzdem hatten wir kurz Angst, dass die Reise abgeblasen werden müsste. J

Um kurz vor Zehn machten wir eine kurze Pause in der Nähe von Saarbrücken. Später hielten wir nochmals an, damit Georg und Andrée die Plätze tauschen konnten. Wir kamen abends um viertel nach sieben an. Die französische Lehrerin Joelle Sorel wollte uns in Empfang nehmen, jedoch verpassten wir sie um knappe 10 Minuten…  Abends bezogen wir unsere Betten, (Ganz schön kompliziert mit diesen Laken..) und fuhren los, um etwas essen zu gehen. Wir fuhren nach Dinan in eine Crêperie. Die Jungs aßen natürlich Crêpes. Die Mädchen bestellten sich eine Pizza zu dritt!!

An dem Abend sahen wir, dass es doch keine großen Sprachprobleme gab. Selbst diejenigen, die kein Französisch lernen, hatten keine Probleme.

Nach dem Essen fuhren wir in die Juhe und gingen auch bald schlafen.
Melwin

Jugendwoche 2003

 

2.Tag – Montag, den 25.08.03

Die erste Nacht in der Juhe ist überstanden!!

Nach dem Aufstehen begaben wir uns in den Speiseraum, wo schon Baguette, Marmelade, Milch,

O-Saft,…. alles eben, was zu einem Frühstück gehört, vorbereitet war.

Nach dieser leckeren Stärkung machten wir uns auf zu dem „Grand Aquarium“ in Saint-Malo. Dort gab es viel zu sehen: Kleine, große, bunte, schmale, breite und auch gefährliche Meerestiere, die in ihren großen Aquarien schwammen. Als wir alle Tiere gesehen hatten, die wir leider nicht fotografieren durften, haben wir uns noch einen 3-D Film über Meerestiere angesehen. Nachdem wir noch ein wenig im Souvenirshop gestöbert und noch ein paar Bilder von uns gemacht hatten ging es auf zum Strand. Endlich!!

Es war genau das richtige Wetter für den Strand, warm mit einer leichten, kühlen Brise.

Wir vertrieben uns die Zeit mit Boule-Spielen, Schwimmen, Drachensteigen, was leider nicht so klappte, oder lagen einfach faul im Sand und ließen uns von der Sonne bräunen. Da wir noch einkaufen mussten, brachen wir rechtzeitig auf und machten uns auf zum Leclerc, einem Laden, den man mit dem Kaufland vergleichen könnte. Schnell packten wir unsere Sachen in den Korb, bezahlten und fuhren nach Dinan zum Pizzaessen, die übrigens super geschmeckt hat. Nach dem Essen hielten wir uns noch ein wenig in Dinan auf und fuhren dann zurück in die Juhe, wo ein ereignisreicher, lustiger und aufregender Tag sein Ende nahm und man sich auf den nächsten Tag freute.
Armin

Jugendwoche 2003

3. Tag – Dienstag, den 26.08.03

Wie an den vorherigen 2 Tagen frühstückten wir um halb neun. Beim Frühstück beschlossen wir das Tagesgeschehen, dem wir auch dann nachgingen. Zuerst fuhren wir zum Leclerc, bei dem wir z.B. Wasser, Speisen oder andere Sachen kauften. Als die Einkäufe besorgt und verstaut waren und alle im Auto saßen, konnten wir losfahren, in Richtung Kartbahn. Dort angelangt entschlossen sich Georg, Thomas, Janine, Melwin und Marc eine Runde zu fahren. Eine Runde bestand aus 8 Minuten mit den Elektrokarts. Während die fünf fuhren, vergnügten sich die anderen, indem sie Billard spielten. Als dann die Runde zu Ende war, brachen wir auf. Mit dem Auto fuhren wir nach St. Cast und aßen zu Mittag. Danach gingen wir zu dem Strand Pen Guen. Melwin, Thomas und Armin versuchten, einen Drachen steigen zu lassen, doch an diesem Tag hatten sie Pech, denn der Wind blieb aus. Gebadet hat an diesem Nachmittag nur Georg. Die anderen trauten sich nicht ins 20 Grad kühle Nass. Nach ein paar Stunden hatten dann alle Hunger und wir fuhren zurück nach Dinan und ließen den Tag zu Ende gehen.
Thomas

Jugendwoche 2003

Jugendwoche 2003

4. Tag – Mittwoch, den 27.08.03

Morgens nach dem Frühstück waren wir mit französischen Jugendlichen in der Tennishalle verabredet. Dort wurden wir von dem Hausmeister Pierre und von Joelle Sorel begrüßt. Georg übergab Pierre eine kleine Aufmerksamkeit: einen Kasten Bier. Wir spielten abwechselnd Doppel und hatten viel Spaß dabei. Zwischendurch lud uns Pierre zu einer kleinen Erfrischung ein.

Nachmittags gingen wir wieder zum Strand Pen Guen in St. Cast. Am Abend fuhren wir nach Dinan, um zu essen. Dieses Mal gingen die Mädchen getrennt von den Jungen (Moules frites) essen. Der Tag war sehr schön und witzig.
Marc-André

Jugendwoche 2003

5. Tag – Donnerstag, den 28.08.03

Nach dem Frühstück, wie üblich mit Baguette, Butter, Marmelade und Müsli, führen wir nach Dinan auf den Wochenmarkt. Dort wollten wir unsere Souvenirs kaufen. Als alle etwas gefunden hatten, besorgten wir noch Lebensmittel für unser Mittagessen. Danach fuhren wir wieder zur Juhe und aßen. Nachmittags spielten wir im Garten der Juhe Volleyball.

Abends hatte uns der Partnerschaftsverein nach Léhon zum Grillen eingeladen. Wir trafen uns um 7 Uhr mit unseren Gastgebern. Sie hatten schon Steaks und Würste gegrillt und verschiedene Salate angerichtet. Es war sehr lecker.

Nach dem Essen gingen wir mit den französischen Jugendlichen nach Dinan. Wir bummelten durch die „Rue de la Soif“, in der sich viele Kneipen und Bars befinden. Zur vereinbarten Zeit holten uns Andrée und Georg wieder ab und es ging zurück zur Juhe. Da der Abend so schön war, durften wir uns noch im Freien aufhalten.
Elena

Jugendwoche 2003

6. Tag – Freitag, den 29.08.03

Wie jeden Tag gab es um 8:30 Uhr Frühstück in der Jugendherberge. Danach brachen wir zum letzten Mal auf zum Kartfahren nach Dinard. Darauf fuhren wir zum nahe gelegenen Strand, wo es ziemlich kühl und windig war. An diesem Tag und bei diesem Wind flog der Lenkdrachen von „Schorschi-Boy“ besonders gut. Nach ein paar Stürzflügen und ein paar Runden Boule fuhren wir noch einmal zum Einkaufen im Leclerc. Vorher haben wir aber in Lehon noch die Abtei und die Kirche besichtigt. Es war interessant wie die Mönche früher gelebt haben. Zurück in der heutigen Zeit kauften wir beim Leclerc noch Dinge für das Abendessen und den nächsten Tag ein. Als wir diese Dinge besorgt hatten, fuhren wir zurück zur Jugendherberge und aßen unser Eingekauftes. Am späteren Abend trafen Andrée und „Schorschi-Boy“ in der Jugendherberge noch ein paar Leute vom Partnerschaftsverein aus Léhon. Wir Jugendlichen machten uns derweil einen gemütlichen Abend in einem der Zelte im Garten der Jugendherberge. Als alle schön müde waren, gingen wir ins Bett und versuchten noch den restlichen Teil unserer Klamotten in die Koffer zu verstauen.
Janine und Annalena

Jugendwoche 2003

7. Tag – Rückfahrt – Samstag, den 28.08.03

Um etwa 6:45 Uhr standen wir in der Jugendherberge von Dinan auf, packten unsere restlichen Gepäckstücke in und verstauten sie dann in unseren Bus(chen). Um 7.40 Uhr fuhren wir dann los in Richtung Heimat. Auf der Heimfahrt hatten wir viel Zeit um mit den anderen aus der Gruppe über die vergangene Woche zu reden, Musik zu hören, lesen und den restlichen Schlaf aufzuholen. Von der Autobahn aus sahen wir noch einmal den Eifel-Turm in Paris. Nach einer laaaangen Fahrt sahen wir endlich Abstatt auf der Autobahn angeschrieben. In Abstatt an der Wildeckhalle angekommen stiegen wir mit gemischten Gefühlen aus unserem Bus(chen) aus, wo wir doch zuletzt gerne um eine Woche verlängert hätten. Auf dem Parkplatz standen bereits unsere Eltern. Nachdem sich unsere Eltern und unsere „Zieheltern“ der letzten Woche noch kurz unterhielten, verabschiedeten wir uns voneinander. Nachdem wir unsere Koffer daheim abgestellt hatten, gingen wir noch zu „Schorschi-Boy alias Georg (Ziehvater in dieser Woche)“, um unser Bus(chen) zu reinigen. Nach etwa 20 Minuten strahlte unser Bus(chen) wieder rot.

Wir wollen hier auch noch einmal recht herzlich Andrée und Georg für die ganze Woche danken!!!
Annalena und Janine

Eine kleine Nachbetrachtung von Andrée und Georg:

Es hat uns sehr viel Spaß gemacht, mit dieser Truppe die Woche in Lehon und Umgebung zu verbringen. Auch haben wir den Eindruck gewonnen, dass es unseren „Pionieren“ eine Menge Spaß bereitet hat. Wir sind auf jeden Fall motiviert genug, dass jetzt einmal begonnene Jugendprogramm im nächsten Jahr weiter fortzusetzen.

An dieser Stelle auch ein Danke Schön an unsere Jugendlichen, die sich doch recht diszipliniert verhalten haben.