2006 – Jugendwoche in Léhon

Die dritte Jugendwoche in der Bretagne, vom 29. Mai bis zum 3. Juni 2006…

Die Teilnehmer

Oben: Michaela, Jessica, Fabienne, Michael, Jochen, Lena, Armin, Katrin, Melwin       Unten: Marius, Tobias, Sebastian, Marco, Steven

Vorwort:

Wir, Armin und Melwin, sind seit zwei Jahren im Ausschuss des Partnerschaftsvereins und haben die Aufgabe, uns um die Jugendarbeit zu kümmern.

Bei der 3. Jugendwoche vom 29.Mai bis zum 3.Juni haben wir die Gelegenheit gehabt, die Betreuung der 12 Teilnehmer und die Organisation des Ablaufs teilweise mit zu übernehmen.

Melwin - Armin

Melwin – Armin

Die Betreuer

Georg, Gudrun, Andrée, Uwe

Mit der Unterstützung der 4 anderen Betreuer: Gudrun Fischer, Uwe Petruschka, Andrée Pillon-Watterott und Georg Schmitz hat dies dieses Jahr schon ganz gut geklappt. Wir sind froh, dass wir die Bestätigung von allen bekommen haben und freuen uns im Voraus auf unseren erneuten Einsatz im nächsten Jahr.

Es hat uns beiden wieder sehr gut gefallen, wie die Gruppe zusammengehalten hat und immer wieder spontan und mit Begeisterung alle Aktivitäten und Treffen toll mitgemacht haben. Jetzt sollen die Jugendlichen kurz erzählen wie sie die Woche empfunden haben.

Montag, den 29.05.2006

Am Montag den 29.Mai 2006 um 7:30 Uhr morgens fahren 14 Jugendliche und 4 Leiter mit 2 Sprintern, einem Weißen und einem  Roten in die Bretagne. Während der fast endlosen Fahrt spielen viele Game Boy oder schlafen einfach nur um genügend Energie für die Woche zu sammeln.

Nach der 13 Stunden langen Fahrt durch halb Deutschland und ganz Frankreich erreichen wir endlich unser Feriendorf in Guitté.

Les gites

Les gites

Die Wohnungen (Gites) sind nicht gerade riesig, doch einigermaßen gut eingeteilt. Nach einer Pokerrunde erkunden wir abends noch den Spielplatz und spielen dort noch bis in die Abendstunden Fußball.

Dienstag, den 30.05.2006

Wir mussten leider schon um 7.00 Uhr aufstehen. So verschlafen, versuchten wir unser Essen in den Mund zu führen, jedoch ohne Erfolg. Danach sind wir, trotz FERIEN, in die Schule von Dinan gegangen. Dort haben wir eine Präsentation über Abstatt und seine Region vorgeführt.

Präsentation über Abstatt

Präsentation über Abstatt

Nach einer anschließenden kurzen  Führung durch die Schule haben wir das Einkaufszentrum durchforscht.

Danach fuhren wir hochgespannt an den Strand. Als erstes sahen wir einen kleines verkümmertes Meeresufer, auf dem wir picknickten. Danach gingen wir an einen riesigen Strand zum „Strandsegeln“.

Strandsegeln

Strandsegeln

Anfangs mit Mühe, ohne großen Erfolg, aber mit einem Riesenspaß wurden wir immer besser und schneller. Unsere Gesichter und Klamotten wurden immer schwerer, nasser und dreckiger. Am Ende schleppten wir uns zum Bus und nachdem alle geduscht hatten, gingen wir zum Essen in die Altstadt von Dinan. 

Mittwoch, den 31.05.2006

Wir durften heute bis 8.00 Uhr „ausschlafen“. Nach einem ausführlicheren Frühstück als am Tag zuvor fuhren wir zum Hochseilgarten.

Am Hochseilgarten angekommen, begrüßte uns Jean-Marc und er fing gleich an, uns die Kletterei zu erklären. Nach dieser Einführung konnten wir loslegen, und entweder an einem Baum mit Ästen hochklettern, oder uns selbst an einem Seil hochziehen.

Hängen lassen

Hängen lassen

Hoch klettern

Hoch klettern

Als Höhepunkt gab es eine Seilrutsche. Man musste zuerst einen 18 m hohen Baum erklimmen und sich dann todesmutig in den Abgrund stürzen, um dann ziemlich schnell an einem ca. 60 m langen Seil entlang zu rutschen.

Das Mittagessen gab es bei McDonalds und um 13.53 Uhr hat sich Georg gefragt, wann er sich rasiert, um am Freitagmorgen rasiert im Rathaus zu erscheinen.

Danach konnten wir noch einkaufen gehen und dann gingen wir auf den Sportplatz, um gegen den „Dinan Léhon FC“ zu kicken. Wir haben 4:0 verloren und danach gab es leckere Würste und Steaks.

Donnerstag, den 01.06.2006

Am Morgen um 9.30 Uhr ging es mit den Bussen los nach Dinan. Wir liefen alle los zur alten Burg von Dinan. Dort wurde jedes Jahr das Gruppenfoto gemacht. Es gehört mittlerweile schon zur Tradition. Das dauerte etwas, weil jeder von seiner Kamera aus ein Bild wollte. Als wir dann fertig waren, durften wir 1.5 Stunden über den Markt von Dinan schlendern. Dort gab es zum Beispiel Lebensmittel, Klamotten und Schmuck. Danach waren wir noch in einem Gavottes-Laden. Gavotte ist ein französischer Keks. Dort deckte jeder sich für Familie und Freunde ein. Ein Stück weiter in einem Souvenirladen kauften viele von uns T-Shirts, Kappen und Fahnen. Als nächstes fuhren wir zum Strand Lancieux. Dort sammelten wir Muscheln, lagen in der Sonne und spielten Minigolf und Boule. Das Minigolf machte richtig Spaß.

Minigolf in Lancieux

Minigolf in Lancieux

Feiner Sand - blauer Himmel

Feiner Sand – blauer Himmel

Am Abend waren wir mit Franzosen, zum Beispiel dem Vorsitzenden des Partnerschaftsverein, zum Crêpes-Abend verabredet. Wir trafen uns alle um 19.30 Uhr im großen Saal des „Village de Vacances“ . Es gab jede Menge Crêpes und Kuchen. Jeder durfte sich am Ende noch einen Teller voll mit Kuchen in seine Hütte mitnehmen. Wir Jugendlichen durften früher vom Tisch aufstehen und spielten dann noch mit 2 Franzosen, Luc 16 Jahre und Aurélien 17 Jahre, Fußball und Volleyball. Wir konnten uns sehr gut verständigen. Es hat sehr viel Spaß gemacht. Als sich die Franzosen verabschiedet hatten, zogen wir uns alle in unsere Hütten zurück, was natürlich  noch lange nicht schlafen hieß.

Freitag, den 02.06.2006

Nachdem wir am Freitagmorgen wieder etwas früher aufstanden und unser Frühstück eingeworfen hatten, machten wir uns auf zum Rathaus, um dort den Léhoner Bürgermeister, Léo Carabeux, zu treffen, der uns Verschlafenen einen Empfang widmete, auf dem es eine bretonische Spezialität gab: Gavottes!!!

Empfang mit Léo Carabeux

Empfang mit Léo Carabeux

Nach einem Bild und einem Interview mit einem französischen Zeitungsreporter wurde uns die neu restaurierte Burg gezeigt und dank Melwins Übersetzungskünsten konnten wir auch verstehen, was uns erzählt wurde.

Nach diesem kulturellen Abschnitt des Tages ging es nun zum gemütlichen Teil über: Wir machten uns auf den Weg zum Strand, wo wir picknickten, am Sandstrand den schönen Blick aufs Meer genossen und den Tag mit Faulenzen und Sonnenbaden verbrachten.

Die letzte Nacht und die Rückfahrt, 02-03.06.06

Da wir beschlossen hatten, die Nacht durchzumachen, ließen wir uns alles Mögliche einfallen, um nicht einzuschlafen. Wir versorgten uns mit Cola, Energy – Drinks und Essen. Lange Zeit wurde getrunken, gegessen und Karten gespielt. Irgendwann wurde uns das zu langweilig uns wir kamen auf die glorreiche Idee, die Jungs zu Mädels umzugestalten. Als alle (mehr oder weniger) freiwilligen Jungs fertig waren, wurde auch Lena als einzige Freiwillige „verschönert“. Nicht besonders hübsch, aber doch farbenprächtig und nicht uninteressant wurde sie gestaltet. Irgendwann morgens gegen sieben Uhr fingen wir an, unser restliches Zeug zu packen und die Wohnung zu putzen. Dann waren die Künste von den Betreuern gefordert: sehr viele und schwere Koffer mussten in unsere 9-Sitzer. Nach einigem Aus- und Einräumen, setzten wir uns in den Bus und schon beim ersten Motorgeräusch schliefen wir wie tot. Erst als wir nach ca. 3 Stunden eine Pause machten, wachten wir auf. So ging es die ganze Fahrt über: wie schliefen, wachten bei den Pausen auf, aßen etwas, gingen auf Klo, gingen zum Bus zurück und dann schliefen wir wieder. Erst als es auf unser Zuhause zuging, wurden wir langsam wach und freuten uns schon auf zuhause, obwohl es angefangen hatte zu regnen. Der Abschied verlief schnell, da alle nach Hause und ins Trockene wollten und wir wussten ja, dass wir uns am Nachtreffen wieder sehen würden. So endete auch wieder diese tolle Woche in Frankreich.

Wir wollen uns bei allen Betreuern noch einmal für die schöne Zeit bedanken. Es war wieder wirklich toll mit euch! Leider war die Zeit sehr kurz, aber trotzdem bekamen wir viel zu sehen, unternahmen einiges und hatten sehr viel Spaß. Ganz großes Lob an alle, die daran beteiligt waren!!!

Schlusswort der Betreuer:

Aus Organisationsgründen waren wir dieses Jahr tatsächlich nur 6 Tage unterwegs, was uns allen, Jugendlichen und Betreuern, zu kurz vorgekommen ist. Dafür war aber jeder Tag ein Erlebnis für sich. Mit der tollen Unterstützung unserer Partner in Léhon haben wir mit unseren Jugendlichen einiges unternehmen können.

Auch dieses Jahr haben wir, Betreuer, viel Spaß mit unserer Truppe gehabt, die ganz toll zusammengehalten und alles mit guter Laune und Begeisterung mitgemacht hat.  Bei Strandsegeln und besonders beim Hochseilgarten, wobei etwas Disziplin und vor allem Mut verlangt wird, wurde die ganze Mannschaft von den Lehrern für ihr tolles Verhalten gelobt.

Also, von uns aus, Jungs und Mädel, dürft Ihr nächstes Jahr alle wieder mitkommen. Die Unterkunft haben wir bereits für Anfang August 2007 in der Jugendherberge reserviert. Wir freuen uns auf unser baldiges Nachtreffen.