2007 – Jugendwoche in Léhon

Die vierte Jugendwoche in der Bretagne, vom 05.08. bis zum 12.08.2007…

Auch dieses Jahr hatten wir die Ehre, unsere kleine (mehr oder weniger) jugendliche Gruppe nach Frankreich zu begleiten und Ihnen dieses schöne Land etwas näher zu bringen. Da fast alle Teilnehmer letztes Jahr schon dabei waren wussten wir in etwa was uns erwarten würde, doch selbst nur ein, zwei neue Gesichter können alles verändern.

Wie die letzten Jahre hatten wir bis auf ein paar obligatorische Punkte (Strandsegeln, Klettergarten und den Besuch des Bürgermeisters), die einer Anmeldung bedurften, kein festes Programm, was sich als gute Grundlage für eine vielseitige Woche erwiesen hat.

Auf jeden Fall waren wir sehr gespannt wie unsere Gruppe zusammenhält und zusammenpasst und  ob wir genauso viel Spaß haben würden wie die letzten Jahre. Acht spannende Tage lagen vor uns…
Armin & Melwin

Sonntag, den 05.08.07
Am 5. August 2007 um 7.30 Uhr fahren Tobias, Steven, Sebastian, Jochen, Dominik, Melwin, Jessica, Wiebke, Fabienne, Corinna, Armin, Marco, Michael, Georg und Andrée mit zwei 9-Sitzer Bussen in die Bretagne zur Jugendherberge in Dinan los. Auf der über elf Stunden langen Fahrt hatten wir viel Zeit. Außerdem war es sehr heiß: In Paris hatte es ganze 32° C. Und in einem unserer Busse ist die Klimaanlage ausgefallen. Trotz alledem war die Fahrt ganz lustig und um 19 Uhr sind wir dann auch angekommen. Nach dem Besetzen unserer Zimmer sind wir dann gleich zum Essen in die Altstadt gegangen. Für uns gab es dann Muscheln, Faux-Filet oder Crêpes. Nach dem darauf folgenden abendlichen Stadtbummel sind wir dann voller Vorfreude auf den nächsten Tag müde in unsere Betten gefallen.
Michael & Sebastian

Gruppenbild

Gruppenbild

Bei der Hinfahrt merkten wir schon, dass wir es dieses Jahr wieder mit einer ganz tollen Truppe zu tun hatten (Andrée & Georg).

Armin, Melwin, Andrée, Georg

Montag, den 06.08.07
Wie jeden Morgen gab es um 8Uhr Frühstück, so mussten sich einige aus dem Bett quälen. Am Frühstückstisch wurden dann diejenigen bestimmt, die für den Abwasch zuständig waren. Danach war das Tagesprogramm an der Reihe. Am Mittag hatten wir einen festen Termin beim Strandsegeln. Doch davor waren wir noch beim Leclerc, einem Einkaufszentrum in Dinan, um das Wichtigste für den Tag einzukaufen.

Einkauf bei Leclerc

Einkauf bei Leclerc

Danach ging es direkt an den Strand, wo wir zum ersten Mal frische Meeresluft atmen durften. Nach einigen Stunden Volleyball, Fußball und anderen Aktivitäten (z.B. das ein und ausgraben verschiedener Sachen) machten wir uns voller Vorfreude auf zum Standsegeln. Nach ca. 10. Minuten Fußmarsch kamen wir an der Stransegelbahn an und nach einigen Anweisungen durften wir auch schon losfahren.

Zuerst die Anweisungen

Wir mussten immer wieder um ein paar Hütchen herumfahren, das eigentliche Problem war nur der kleine Bach, durch den wir fahren mussten. Bei jeder Runde waren wir dann wieder ein Stückchen nasser. Nach 2 Stunden schleppten wir uns dann mit verdreckten Klamotten zurück zum Bus um zurück in die Jugendherberge zu fahren. Dort gingen wir alle gleich zum Duschen, um den Sand und das Salz loszuwerden, die wir vom Strandsegeln unfreiwillig mitgebracht hatten.

Den Abend verbrachten wir dann in der Jugendherberge. Durch einige Fitnessgetränke und das Volleyballfeld der Jugendherberge schafften wir es bis tief in die Nacht wach zu bleiben. Nicht zur Freude aller Herbergsbewohner…
Steven & Tobias

Strandsegeln war eines unserer Highlights. Aber so dreckig wie dieses Mal waren die Teilnehmer noch nie gewesen.

Dienstag, den 07.08.07
Nach dem Frühstück fuhren wir gleich los zum Einkaufen in den Leclerc. Dort hatten wir Zeit um uns mit Trinken und Süßigkeiten einzudecken und die Betreuer kauften Baguette, Schinken und Butter für das Mittagessen. Nach diesem Zwischenstopp ging es gleich weiter zum Strand. Das Wasser war zwar sehr kalt, aber fast alle stürzten sich in die Fluten.

Später gingen wir an den nahe gelegenen Minigolfplatz und spielten eine Runde.

Minigolf Anlage

Minigolf Anlage

Danach gingen wir wieder an den Strand und spielten Boule, Volleyball oder Fußball.
Nach einiger Zeit hatte Michael die Idee zu einer kleinen Insel zu schwimmen, um dort Miesmuscheln zu sammeln. Als wir aufbrechen wollten brauchten wir einige Zeit, um ihm klar zu machen, dass er zurückkommen sollte. Als wir ihn dann wieder „eingefangen“ hatten, fuhren wir zur Jugendherberge zurück.
Nachdem alle wieder geduscht waren, setzten wir uns wie jeden Abend draußen vor die Jugendherberge und blieben dort auch wieder bis in die Nacht hinein.
Jochen

Spiele am Strand

Der Strand behält immer noch seine Anziehungskraft auf unsere Jugendlichen

Mittwoch, den 08.08.07
Der Tag fing für uns um 8 Uhr an. Das Frühstück verlief wie die Tage zuvor müde und schleppend. Nach der Stärkung begann um 9.30 Uhr die Fahrt zu dem Bürgermeister von Léhon. Bei der herzlichen Begrüßung wurden wir mit Orangensaft und Gavottes (einer französischen Nascherei) verwöhnt und blickten frisch gestärkt in die Kamera für das Gruppenfoto.

Gruppenbild mit Léo Carabeux

Gruppenbild mit Léo Carabeux

Der Bürgermeister führte uns noch zu einigen Gemälden, die Léhon zeigten. Die Bilder wurden von chinesischen Künstlern gemalt, die zwei Tage in Léhon verbracht haben, um ihre Bilder dann zur Schau zu stellen. Nach einem Eintrag in das Gästebuch ging es dann auch schon wieder weiter.

Mit dem beim Leclerc besorgten Essensproviant im Gepäck ging es endlich Richtung Strand. Alle freuten sich riesig!

Als die Sprinter anhielten – doch wo war der Strand? Nach einigen Sekunden war uns klar, die zwei Fahrer Georg und Andrée hielten einen Sitzstreik! Sie saßen auf einer Bank, sprachen kein Wort und hatten zwei Din A4 Blätter in den Händen: “ Fahrer-Streik“.  Waren wir den lästig gewesen? Das Ganze löste sich mit breitem Grinsen auf!

Fahrerstreik!

Fahrerstreik!

Am Ziel angekommen picknickten wir erst ein Mal ausgiebig. Mit Rucksäcken und Taschen belagert liefen wir den Weg ans Wasser hinunter. Während alle ihre Sachen platzierten, rannte Sebastian schon Richtung Wasser. Doch er blieb auch der Einzige, der sich traute, in das kühle Nass zu tauchen. Wir anderen nutzen unsere Zeit mit Sonnen, Boule- und Fußballspielen. Gegen 15.30 Uhr brachen wir zum Strandsegeln auf. Dieses mal war das Strandsegeln viel trockener und wir blieben alle einigermaßen sauber. Nach noch etwas Übung durften wir mit unserem Strandsegellehrer eine kleine Tour über den trockenen Meeresboden machen.

Strandsegeln

Strandsegeln

Etwas lästig war nur, dass wir alle paar Meter stehen blieben, weil der Wind nicht immer so wollte wie wir (oder war das die fehlende Fahrpraxis?!) Nach den zwei Stunden Strandsegeln setzten wir uns alle erschöpft und müde in die Sprinter und fuhren zurück. In der Jugendherberge angekommen stürmten wir alle zu den Duschen, während Melwin und Armin die Nudeln für das Abendessen kochten.

Da es nicht genügend Duschen für uns alle gab, beschloss Dominik in eine zu gehen,  an der kein Türgriff vorhanden war. Michael machte sich einen Spaß und öffnete die Tür, um ihn beim Duschen zu stören. Dominik fand das aber gar nicht witzig und haute die Tür heftig wieder zu! Zu heftig wie sich später herausstellte, denn sie ließ sich nun sowohl von außen wie auch von innen nicht mehr öffnen! So verbrachte Dominik ungewollt eine längere Zeit in der Dusche als geplant. Zum Glück hatte der  schlaue Armin die Idee,  den Griff einer anderen Tür zu benutzen und somit verhinderte, dass wir die Tür eintreten mussten. Nach dieser Aktion waren die leckeren Spaghetti genau das Richtige! Die Schüsseln wurden leer, unsere Bäuche voll. Den Abend ließen wie immer langsam bei einem Zusammensitzen ausklingen.
Wiebke & Corinna

PS: Sogar unseren Streik haben sie nicht ernst genommen (die Fahrer).

Donnerstag, den 09.08.07
Am Donnerstag ging es auf zum Markt in Dinan. Nachdem wir das Gruppenfoto vor der Burg gemacht hatten, durften wir den Markt unsicher machen. Überall waren kleine Stände mit Kleidung, Schmuck und sonstigen Sachen und Franzosen, die mit allen Mitteln versuchten, ihre Waren an den Mann zu bringen.

Nach dem Markt sind wir zurück zur Jugendherberge und dann kurz darauf zu Fuß zum Hafen von Dinan. Da ging es dann in zwei 6-PS-Boote, mit denen wir 2 Stunden auf dem Fluss „La Rance“ herumschipperten.

Bootsfahrt auf der Rance

Bootsfahrt auf der Rance

In dem einen Boot waren: Marco, Tobias, Michael, Steven,  Wiebke, Corinna und Armin als Aufpasser, obwohl er die meiste Zeit wie immer mit Fotografieren beschäftigt war.

In dem anderen Boot waren: Jochen, Sebastian, Dominik, Fabienne, Jessica und Melwin, der über sie wachte.

Für den Abend hatten unsere französische Freunde einen Crêpes-Abend vorbereitet. Es gab jede Menge Crêpes, Cidre, Cola und Chips. Nachdem wir mit essen fertig waren, bedankten wir uns alle für das Essen und seilten uns ab in unsere Zimmer oder an die frische Luft.

Dann saßen wir wie jeden Abend irgendwo um die Jugendherberge und chillten bis in die Nacht hinein.
Marco

Endlich mal eine Pause von unseren Jugendlichen

Freitag, den 10.08.07
Wie jeden Morgen gab es um 8.30 Uhr Frühstück, zu dem nicht alle erschienen, da manche nach dem langen Abend lieber im Bett blieben.

Um 10.30 Uhr versammelten sich alle vor der Jugendherberge, um gemeinsam zur naheliegenden Gavottes-Fabrik zu fahren. Im Fabrikverkauf deckten sich alle für Familie und Freunde mit Gavottes ein (manche mussten sich auch an die Speck- und Mozarella-Variante vergreifen, die ihnen aber dann doch nicht so gut schmeckte). Danach ging es zurück zur Jugendherberge, um die teilweise schokoladigen Gavottes abzuliefern.

Eine halbe Stunde später trafen wir uns, um in den Klettergarten zu fahren. Bevor wir ankamen hielten wir noch im Leclerc Supermarkt, um unser Mittagessen zu besorgen. Im Klettergarten hatten wir 3 Stunden Zeit (14-17 Uhr), um die vorhandenen Kletterrouten zu testen.

Der Klettergarten

Der Klettergarten

Allen machte es viel Spaß, aber es war auch sehr anstrengend, so dass alle erschöpft und müde auf die Sitze der Busse fielen.

Als wir wieder in der Jugendherberge ankamen, hatten alle Zeit zu duschen und sich auszuruhen, bevor es um 20.30 Uhr Abendessen gab.

Wie jeden Abend gab es nach dem Abendessen noch ein gemütliches Beisammensitzen, bevor alle ins Bett gingen.
Fabienne & Jessica

Nicht mal die Kühe haben sie gesehen, so beschäftigt waren sie alle (Andrée)

Samstag, den 11.08.07
Heute fing es wie immer mit dem Frühstück morgens zwischen 8 und 9 Uhr an, weil die Küche relativ früh zu macht. Noch nicht ganz wach ging es dann erst einmal zum Leclerc, um noch Einkäufe für den Tag und für die lange Rückfahrt zu machen. Nach und nach fingen alle richtig an aufzuwachen (wobei die Fahrer und Beifahrer natürlich ihren Kaffee hatten) und konnten sehen wie wir schon bald in Saint-Malo waren, um dort dann schwimmen zu gehen und uns die kleine „Festung“ nebenan anzuschauen. Das Schwerste aber war erst mal einen Parkplatz zu finden, wo wir mit unseren 2 Bussen parken konnten, denn einer der zwei Busse war immer ein bisschen zu hoch für die Parkplätze am Strand, weil die Franzosen natürlich an den Parkplätzen am Strand kein „2,10m-hohes Auto“ haben wollen… Nach langem Suchen haben wir uns für einen Parkplatz 2km weit weg vom Strand entschieden, wo wir erst einmal picknickten (leckeres Baguette mit „Rillettes“, ich hätte mir was mitnehmen sollen  😉

Saint-Malo

Saint-Malo

Dann ging es schon zum Strand, wo wir unseren letzten Tag Frankreich und Sonne noch mal genießen konnten. Dort gab es sogar ein großes Schwimmbecken, das das Wasser bei Ebbe aufhielt, damit nicht alles weg fließt, und bei Flut dann wieder hinzugab.

Strand in Saint-Malo

Strand in Saint-Malo

Manche gingen eine Runde schwimmen, für andere war es zu kalt, und der Rest lag im Sand, teilweise unter den Sonnenschirmen, und erzählten sich Geschichten und Witze, sdass der Tag auch so schön wurde wie die anderen am Strand (eigentlich wie fast alle Tage… wir waren ja jeden Tag am Strand). Andere hatten auch ihren Spaß beim Musik hören und Bücher lesen (gell Andrée :-). Wir hatten natürlich auch Glück mit dem Wetter, während es in Deutschland am Rhein regnete hatten wir jeden Tag nur blauen Himmel und eine warme und schöne Sonne. Am Abend ging es wieder in die Juhe, wo wir dann noch Mäxle spielten (das beste und lustigste Spiel der Welt *g*) und bis tief in die Nacht laut (!) waren und unseren Spaß hatten. Nach und nach gingen die Leute schlafen, wobei die Betreuer schon seit langem im Bett lagen und schliefen, um für die Rückfahrt fit zu sein. Natürlich hatten Melwin und Armin auch nicht soviel geschlafen, weil sie nicht fahren mussten.
Dominik

Zum Glück führte unser Weg über die Stadtmauer. Wäre es nach den Jugendlichen gegangen, hätten wir direkt auf dem Sand geparkt (Andrée).

 

Sonntag, den 12.08.07
Nach dem Aufstehen und längerem Zusammensuchen unserer Sachen fingen wir an, unsere Sprinter für die Rückfahrt fertig zu machen. Essen, Trinken und sonstige Verpflegung (jaja… Gameboy-Lan-Party ist immer noch cool 🙂 wurden auf die Schnelle in Rucksäcken untergebracht. Wir hatten noch nicht einmal Zeit zu frühstücken, was wir aber glücklicherweise unterwegs noch nachholen konnten. Da wir in der letzten Nacht nicht sonderlich viel geschlafen hatten, waren viele seeeeeehr müde und waren sofort weggetreten. Andere vertrieben sich die Zeit mit Lesen oder Musikhören. Nach einer gelungenen Woche und einer langen Rückfahrt kamen wir dann im Halbschlaf am Parkplatz der Wildeckhalle an, wo uns unsere Eltern schon erwarteten. Manche hatten nicht mal mehr die Kraft, „tschüss“ oder nur die drei Buchstaben „b-y-e“ auszusprechen, also war der Abschied relativ kurz. Wir werden uns ja sowieso beim Nachtreffen noch einmal sehen, also bis denne, cu.
Steven

Mann! War das eine ruhige Fahrt (Andrée & Georg).

Schlusswort:
Letztes Jahr waren wir aus organisatorischen Gründen nur 6 Tage unterwegs, doch dieses Mal hatten wir eine volle Woche, von Sonntag bis Sonntag. Die Befürchtung, dass uns schlichtweg das Programm ausgehen könnte, hatten wir nicht. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass man notfalls auch tagelang nur den Strand besuchen könnte ohne dass sich die Jugendlichen beschweren würden.

Vom ersten Tag an unternahm die Gruppe alles zusammen, ob Volleyballspielen an der JuHe oder Minigolf am Strand. Spätestens im Klettergarten merkte man den Zusammenhalt, keiner machte schlapp, die Gruppe blieb so weit es ging zusammen, wartete aufeinander und feuerte sich an. Bis auf kleinere Dusch-Tür-Pannen war die Woche super. Wir hatten alle sehr viel Spaß und sind der Überzeugung, dass es sich mal wieder rentiert hat, eine Gruppe nach Frankreich zu  begleiten.
Vielen Dank an alle, dass Ihr so toll mitgemacht habt.
Armin Wahl & Melwin Watterott

Ein herzliches Dankeschön an Martin Rieschl und Richard Watterott, die in Deutschland bei der Hinfahrt und der Rückfahrt das Steuer übernahmen, um Georg und Andrée zu entlasten.

Richard Watterott, Martin Rieschl

Andrée und ich waren dieses Mal nur als Fahrer mit dabei. Dass dem so war, haben wir unseren beiden Jugendleitern zu verdanken. Die beiden sind innerhalb kurzer Zeit in diese Aufgabe hereingewachsen und haben sie mit Bravour gelöst.
Dafür herzlichen Dank.
Georg

Wie man sieht, haben sie auch als Köche ihren Mann gestanden.