Die Abstatter Grundschüler in Léhon

Wir waren in Léhon – vom 21.06.15 bis 25.06.15… Ein Bericht von Christine Danner

Erster Tag
Am Sonntag, den 21.06.2015, trafen sich 37 Schüler und 8 Betreuer um 4.45 Uhr auf dem Wildeckparkplatz, um den Bus zu laden. Als endlich alle Sachen verstaut waren und jeder seinen Platz gefunden hatte ging es los in Richtung unserer Partnergemeinde Léhon in der Bretagne. Unseren ersten Zwischenstopp machten wir bei Saarbrücken. Dort trafen wir unseren Busfahrer Volker Braun, der die Bretagne wie seine Westentasche kennt.
Als wir endlich um 18.30 Uhr in Léhon ankamen, waren alle sehr froh endlich aussteigen zu dürfen. Unsere Gastgeber freuten sich sehr und begrüßten uns mit einem kleinen Aperitif im Freien.
Ankunft
Anschließend gab es gegrillte Hähnchenteile und leckeren Nachtisch. Volker drängte zum Aufbruch in unser Quartier, da er ja seine Lenkzeiten einhalten musste. Gegen 20.30 Uhr bezogen wir unsere Zimmer in Caulnes.

Zweiter Tag
Am Montag, den 22.06.2015 stand auf unserem Plan ein Ausflug zur Ile de Bréhat. Nach einem echt französischen Frühstück bestiegen wir unseren Bus und staunten über unsere ersten Eindrücke von Ebbe und Flut. Gleich nach der Ankunft am Hafen gingen wir Richtung Schiff, nicht ohne vorher unser Lunchpaket abgeholt zu haben. Vor dem Ablegen lernten wir die französischen Schülerinnen und Schüler kennen. Die Schifffahrt war beeindruckend und wir hatten viel Spaß.
Schifffahrt
Auf der Insel gab es viel zu sehen.  Am meisten gefallen hat uns Kindern der Berg, von dem aus man in alle Richtungen sehen konnte. In der kleinen Kapelle gedachten wir auch unserem verstorbenen Mitschüler. Um wieder unser Schiff zu besteigen mussten wir etwa 1 km Richtung Meer gehen, da nun Ebbe war. Auf der Heimfahrt waren alle sehr müde und freuten sich auf das Abendessen. Nach dem Essen bedankten wir uns bei den Helfern immer mit einem Lied für die gute Verpflegung. Danach spielten wir auf dem Hof und machten uns dann wieder Richtung Schlafquartier.

Dritter Tag
Am Dienstag, den 23.06.2015 herrschte schon gleich nach dem Aufstehen große Aufregung, Denn heute waren wir im Rathaus beim Bürgermeister und in der Schule eingeladen. Seit Monaten hatten wir uns in der Bläserklasse und in der Theater-AG mit unseren Lehrern Herr Wolss und Frau Pucek auf die Aufführungen vorbereitet. Alles hat sehr gut geklappt und der Ratssaal in dem alten Schloss hat allen sehr gefallen. Madame Sorel und Monsieur Degrenne, der Bürgermeister von Léhon, und Herr Zenth waren sehr glücklich, dass die Partnerschaft in eine weitere Generation hinein getragen wird. „ Vive l‘amitié „
Wir überreichten unsere vorbereiteten Geschenke und freuten uns ganz besonders über die bretonischen Tassen und die leckeren Croissants, die wir bekamen.
Nach diesem offiziellen Teil haben wir auf unserem Weg nach St.Malo an einem Strand Halt gemacht und waren zum ersten Mal baden. Nachdem wir uns mit unserem Lunchpaket gestärkt hatten ging es nach St. Malo. Zuerst lud uns Madame Sorel zu einem Eis ein. Eine Kugel war so groß wie 4 Kugeln zu Hause. Das Eis war sehr lecker und wir bedanken uns ganz herzlich. Anschließend besuchten wir die Stadtmauer mit ihren Kanonen. Das Wetter war wunderbar und wir waren sehr traurig, dass wir keine Zeit hatten, in dem Naturschwimmbecken zu baden. Auf der Rückfahrt machten wir noch Halt in der Keksfabrik Gavotte und wir kauften fleißig Mitbringsel für daheim.
Am Abend erhielten wir Besuch von einer bretonischen Musikgruppe.

Vierter Tag
Heute besuchten wir die Hauptstadt der Jakobsmuschel. Zu allererst wurden wir in 2 Gruppen aufgeteilt und lernten unsere Führer kennen. Diese erzählten uns, dass die Jakobsmuschel die Region weit hinaus bekannt und auch wohlhabend gemacht hat, aber leider durch Umwelteinflüsse und  Überfischung es mittlerweile immer schwerer würde, einen guten Fang zu machen. Deshalb ist der Fang streng reglementiert. Anschließend besuchten wir die Hallen, in denen die Fische angeliefert und direkt versandfertig verpackt werden. Der Fisch darf vom Fang bis zum Geschäft nicht länger als 24 Stunden unterwegs sein. Anschließend wanderten wir auf einem Höhenweg durch ein wunderschönes Naturschutzgebiet.
Am Nachmittag hatten wir am Strand alle sehr viel Spaß, Kinder und Erwachsene.
Strand
Das Wasser war zwar ziemlich frisch, aber gemeinsam mit unseren Betreuern konnten wir nicht genug davon bekommen.  Da wir ziemlich viel Spielzeug dabei hatten, kam nie Langeweile auf.
Leider ging dieser Tag viel zu schnell zu Ende.
Am Abend hieß das Motto „ Partyyyyyyyyy“   für Jung und Alt.

Fünfter Tag
Heute war nun schon unser letzter Tag. Nachdem wir unsere Sachen gepackt und den Bus beladen hatten stiegen wir in einen  französischen Schulbus, der uns nach Dinan fuhr. Dort besichtigten wir die Stad mit Hilfe eines kleinen Aufgabenplans. Absoluter Höhepunkt war aber der Markt mit seinen Ständen und der Ausblick ins Tal. Nachdem sich alle mit Croissants gestärkt hatten wanderten wir wieder in Richtung Léhon, wo wir unser letztes Lunchpaket verspeisten und unter großem Hallo ein letztes Eis von Madame Sorel bekamen.
Nun hieß es Abschied zu nehmen von unseren lieben Freunden in Léhon, von der wunderschönen bretonischen Landschaft.  Ein letztes Foto, bevor wir wieder Richtung Abstatt aufbrachen.

Es waren wunderschöne, erlebnisreiche Tage, die uns allen in Erinnerung bleiben werden. Ein herzliches Dankeschön unseren französischen Freunden, dass Sie uns so liebenswürdig empfangen und uns so schöne Tage bereitet haben.

Christine Danner